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19.-20. Mai 2012: 24. internationale Oldtimermesse Tulln

25.-27. Mai 2012: Volvo-Mania Friesach 2012

31. Mai 2012: Clubabend Niederösterreich-Süd

ab 19.00 Uhr bei der

Edelsberger Wirtin
Marchetstraße 30
2500 Baden
Tel. 02252/209 454
http://www.edelsberger.at

8. Juni 2012: Clubabend Steiermark

ab 19.00 Uhr im

Gasthof zum Flughafen, Fam. Puhan
Flughafenstr. 3
8073 Feldkirchen
Tel. 0316 / 29 16 92

13. Juni 2012: Clubabend Tirol

ab 18.30 Uhr

Gasthof Kranebitten
6020 Innsbruck
Kranebitter Allee 203
Tel. 0512 / 28 19 58

30. Juni 2012: Clubabend Oberösterreich und Salzburg

Organisation: Günter und Sabine Seiler. Treffpunkt zwischen 16.00 und 17.00 Uhr nach Rücksprache mit

Wolfgang Hödlmoser
Tel. +43 (0)664 / 570 15 71
w [dot] hoedlmoser [at] volvoclub [dot] at

 

Unterschriftenaktion gegen E10

Da auch von Fachleuten wie etwa Univ. Prof. D.I. Dr. Stockmar und D.I. Denk von der TU Wien bei der AMV-Veranstaltung zum Thema "E10 - Risiko für Oldtimer?" festgestellt wurde, daß E10 für historische Kraftfahrzeuge schädlich ist, also auch für unsere alten Volvos, sollte man sich mittels des folgenden Links an der Unterschriftenaktion des ARBÖ gegen die Einführung von E10 beteiligen: nein zu E10

 

Info AMV - Arbeitsgemeinschaft für Motorveteranen

Am 18.04.2012 fand in der Wirtschaftskammer Österreich in 1040 Wien, Wiedner Hauptstr. 63, ein Vortrag mit Spitzenvertretern aus Mineralölwirtschaft (Gen. Dir. Senator KR D.I. Dr. Richard Schenz, OMV) und Technik (Univ. Prof. D.I. Jürgen Stockmar, TU Wien u. D.I. Christoph Denk, TU Wien) zum Thema "E 10 - Risiko für Oldtimer?" mit anschließender Diskussion statt (Zusammenfassung für Mitglieder im Forum). 

E 10

Fast schon als Geheimtyp unter der Hand wurden die Adressen von Tankstellen gehandelt, die angeblich noch veteranenschonenden, guten alten "Normal"- Treibstoff ROZ 91 verkaufen. Die vorsorglichen Pfleger nahmen weite, komplizierte Anfahrtswege und Zeitverlust in Kauf um ihren  Fahrzeugen Schonung zukommen zu lassen. Wie bitter die Erkenntnis genarrt worden zu sein: Seit mindestens drei Jahren gibt es bei uns das ehemalige "Normalbenzin" ROZ 91 nicht mehr, es sei denn man hat sich einen Kanister davon noch aufgespart. Preisgleich gibt es die Benzinsorte "Super" mit 95 Oktan und die wird auch von den Pumpen ROZ 91 abgegeben. Sicherlich manchmal für Autos aus den Dreissigern die damals für Treibstoffe mit ROZ 74 ausgelegt waren schwerer verträglich und schon gar nicht erforderlich.

Möglich ist das nur weil "besseres" Benzin verkauft werden darf, die Oktanangabe ist ein Mindesterfordernis. Das Super 95 ist aber zugleich auch ein E 5 Treibstoff, das heißt, dass bis zu 5 Prozent Ethanol ("Bioethanol", C2H6O) beigemengt ist. Damit fahren wir schon eine ganze Zeit und weil viele das gar nicht wissen sind auch wenige Probleme damit bekannt geworden. Im Oktober 2012 soll das anders werden: Da bekommt man das Benzin "Super" ROZ 95 nur mehr als E 10. Der Ethanolgehalt beträgt dann bis zu 10 Prozent. Das Ethanol wird in Österreich in Pischelsdorf zur Zeit aus Getreide hergestellt und ist ein Alkohol, der bei seiner Verwendung als Treibstoff sich sehr ähnlich wie das aus Erdöl gewonnene Benzin (ein Gemisch aus ringförmigen Kohlenwasserstoffen und Kohlenwasserstoffketten) verhält. Bei seiner Verbrennung aber logischerweise nur das CO2 in die Umwelt abgibt, das vorher von den Pflanzen aus denen es gewonnen wird, gebunden war. An sich eine positive, erwünschte Sache, wenn da nicht das Chaos wäre, das wir eben in der Bundesrepublik Deutschland mit verfolgen können. Wer garantiert, dass die Beimengung von Ethanol alten Motoren nicht schadet ? Ein ähnliches Theater wie bei der damaligen Auflassung von verbleiten Benzinen scheint vorprogrammiert. Auch damals wollten die Erdölkonzerne nicht einmal sagen ab wann und wo Benzin für Automobile mit Bleitetraäthyl zur Hebung der Klopffestigkeit (Oktanzahl) beigefügt worden ist. Das hätte der Verunsicherung sicherlich den Wind aus den Segeln genommen. Vielleicht aber wussten sie es auch nicht besser. Für Veteranenbetreiber war es damals länger nicht klar, dass die ganz Alten Blei im Benzin in ihrer Jugend nie bekommen hatten und erst recht nicht brauchen. Erst ab Mai 1939 war dem "Südbenzin" als Antiklopfmittel und Hebung der Oktanzahl Blei beigegeben worden. Nach der Kriegskatastrophe war dann bis 1963 (!) noch immer "bleifrei" (BV-ARAL) zu erhalten und in Verwendung. Für Motoren, die eine Dauerdrehzahl von über 4.000 UpM nicht schaffen, ist das Problem sowieso nicht relevant.

Wie schädlich ist nun E 10 wirklich für unsere alten Motoren ? Wenn man weiß, dass ab 1930 bis zu 30 Prozent Alkohol ("Sprit" hergestellt damals aus Kartoffeln) im Benzin-Benzolgemisch beigemischt war, das im Deutschen Reich an den Tankstellen zu kaufen gab, kann man recht ruhig bleiben. Die schwächlichen Papierdichtungen der Treibstoffversorgung unserer Liebkinder musste spätestens damals schon zerfressen worden sein und sind längst in Kupfer ersetzt. Wir sollten uns auf keinen Fall vom Angebot der Erdöllobby hinreißen lassen das Über-drüber-Super ROZ 98 oder gar 100 unseren alten Fahrzeugen zu verabreichen, welches bis auf weiteres ein E 5 Treibstoff bleibt. Denn dieses verbrennt noch heißer und ist sicher nicht  die richtige Kost für ROZ 74 Motoren.

Um aus kompetentem Munde zu erfahren was Sache ist, werden wir im Herbst eine "Benzin-Enquete" veranstalten.  Wir werden dann zeitgerecht auf die kommende Situation vorbereitet sein und jeweils eventuell notwendige Veranlassungen treffen können. Ein Universitätsprofessor und Automobiltechnikfachmann versprechen jedenfalls Informationen aus erster Hand. Den Termin werden wir rechtzeitig ankündigen.

 

Oldtimer und Umweltschutz

Die AMV - Arbeitsgemeinschaft für Motorveteranen (der VOLVO Club Österreich ist bekanntlich unentgeltlich Mitgliedsverein) hat gemeinsam mit ÖAMTC, ARBÖ, ÖMVV und der Wirtschaftskammer Österreich das anliegende Positionspapier entwickelt.

Die Wertschöpfung der Oldtimerszene in Österreich ist eine erkleckliche und dank der Wirtschaftskammer Österreich auch bestens dokumentiert. Auch etliche Mitglieder des VOLVO Club Österreich sind hauptberuflich in der Veteranenbranche tätig.

Wir werden alles tun, um zu verhindern, daß es in Österreich Fahrverbote in Städten geben wird!

Hannes G. Unterberger, m.p.

Download Positionspapier Historische Kraftfahrzeuge und Umweltschutz